Wenn Ihre Website direkt nach einem Update nicht mehr richtig funktioniert, verträgt sich etwas in der neuen Version nicht mit dem Rest Ihrer Website.
Das Problem kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen:
- das Layout sieht kaputt oder ungestaltet aus
- WordPress zeigt einen kritischen Fehler
- das Dashboard ist nicht mehr erreichbar
- eine Funktion ist verschwunden, etwa ein Formular, ein Menü oder ein Slider
- der Checkout oder der Zahlungsschritt funktioniert nicht mehr
- die Website hängt bei einer Wartungsmeldung fest
Das ist eines der häufigsten WordPress-Probleme und lässt sich in der Regel beheben. Ein missglücktes Update bedeutet nicht zwangsläufig, dass Ihre Inhalte, Bestellungen oder Kundendaten verloren sind.
Das Wichtigste ist, herauszufinden, welches Update das Problem verursacht hat, bevor Sie versuchen, es rückgängig zu machen. Das Falsche rückgängig zu machen oder alles auf einmal zurückzusetzen, kann zusätzlich zum ursprünglichen Problem neue verursachen.
Dieser Leitfaden erklärt, welche Updates meist beteiligt sind, welche Prüfungen Sie gefahrlos durchführen können, wie Sie vorsichtig zurückrollen und wann es besser ist, technische Unterstützung anzufragen.
Welches Update könnte das Problem verursacht haben?
Eine WordPress-Website wird auf mehreren Ebenen aktualisiert. Jede davon kann auf andere Weise ein Problem auslösen.
Ein Plugin-Update
Das ist der häufigste Fall. Eine neue Plugin-Version ist möglicherweise nicht kompatibel mit:
- einem anderen Plugin
- dem aktiven Theme
- der WordPress-Version
- der PHP-Version auf dem Server
- individuellem Code, der für Ihre Website geschrieben wurde
Die neue Version ist nicht unbedingt fehlerhaft. Manchmal ändert sie einfach etwas, auf das sich eine andere Komponente verlassen hat.
Ein Update des WordPress-Cores
Größere WordPress-Versionen können verändern, wie sich der Editor, Blöcke oder bestimmte Funktionen verhalten. Am ehesten betroffen sind ältere Plugins, Themes oder individueller Code, die schon länger nicht aktualisiert wurden.
Ein Theme-Update
Wurde das Theme durch direktes Bearbeiten seiner Dateien angepasst, kann ein Update diese Änderungen überschreiben. Das zeigt sich oft als plötzlich verändertes Layout, fehlende Abschnitte oder verschwundenes Styling.
Ein Child-Theme schützt Anpassungen vor Updates des Parent-Themes. Wenn Ihre Website keines verwendet, ist ein Theme-Update ein häufiger Grund für verlorene Änderungen.
Ein PHP-Update durch den Hosting-Anbieter
PHP ist die Programmiersprache, auf der WordPress läuft. Hosting-Anbieter stellen ältere PHP-Versionen regelmäßig ein und stellen Websites auf neuere um.
Ein solches Update kann passieren, ohne dass sich jemand in WordPress anmeldet. Wenn auf Ihrer Seite niemand etwas aktualisiert hat, fragen Sie Ihren Hosting-Anbieter, ob sich die PHP-Version kürzlich geändert hat.
Automatische Updates
WordPress kann sich selbst aktualisieren, und Plugins und Themes lassen sich so einstellen, dass sie automatisch aktualisiert werden. Manche Hosting-Anbieter führen Updates auch in Ihrem Auftrag durch.
Eine Website kann also über Nacht ausfallen, auch wenn niemand sie angefasst hat. Prüfen Sie den Update-Verlauf in Ihrem Hosting-Panel oder fragen Sie die Person, die die Website betreut.
Zuerst: Versuchen Sie zu verstehen, was aktualisiert wurde
Sie müssen kein Techniker sein, um nützliche Informationen zu sammeln.
Überlegen Sie, was unmittelbar vor dem Auftreten des Problems passiert ist:
- Haben Sie bei einem Plugin oder bei mehreren gleichzeitig auf „Aktualisieren“ geklickt?
- Haben Sie WordPress selbst aktualisiert?
- Haben Sie das Theme aktualisiert?
- Hat jemand anderes an der Website gearbeitet?
- Haben Sie eine E-Mail erhalten, dass Updates automatisch installiert wurden?
- Hat der Hosting-Anbieter eine Änderung an PHP oder am Server angekündigt?
Wenn Sie nicht sicher sind, was aktualisiert wurde, öffnen Sie:
Dashboard → Updates (Dashboard → Aktualisierungen)
Und dann:
Plugins → Installed Plugins (Plugins → Installierte Plugins)
Die Plugin-Liste zeigt die aktuelle Version jedes Plugins. Ein Vergleich mit dem, woran Sie sich erinnern, oder mit einem aktuellen Backup-Bericht kann helfen herauszufinden, was sich geändert hat.
WordPress sendet nach automatischen Updates oder wenn es einen kritischen Fehler erkennt möglicherweise auch eine E-Mail an die Administratoradresse. Prüfen Sie den Posteingang und den Spam-Ordner.
Notieren Sie alles, was Sie finden. Eine Notiz wie „das Problem begann, nachdem heute Morgen drei Plugins aktualisiert wurden“ ist bereits sehr hilfreich.
Leeren Sie zuerst die Caches
Manchmal ist die Website eigentlich in Ordnung, aber Sie sehen eine alte oder gemischte Version davon.
Nach einem Update können zwischengespeicherte Dateien neuen Code mit alten Styles oder Skripten kombinieren. Dadurch kann das Layout kaputt aussehen, obwohl das zugrunde liegende Problem nur vorübergehend ist.
Prüfen Sie diese Ebenen, eine nach der anderen:
- Browser-Cache: Öffnen Sie die Website in einem privaten oder Inkognito-Fenster oder versuchen Sie einen anderen Browser.
- Caching-Plugin: Wenn Sie ein Caching- oder Performance-Plugin nutzen, verwenden Sie dessen Option zum Leeren des Caches.
- Hosting-Cache: Viele Hosting-Anbieter haben einen eigenen Cache, der sich im Hosting-Panel leeren lässt.
- CDN: Wenn die Website einen Dienst wie Cloudflare nutzt, leeren Sie dessen Cache im Dashboard des Dienstes.
Sieht die Website nach dem Leeren der Caches korrekt aus, testen Sie sie zur Bestätigung erneut auf einem anderen Gerät und prüfen Sie die wichtigen Funktionen.
Besteht das Problem weiterhin, hat das Update höchstwahrscheinlich ein echtes Kompatibilitätsproblem verursacht.
Prüfen Sie genau, was nicht funktioniert
Öffnen Sie die Website in einem privaten Fenster und testen Sie die Startseite, eine Unterseite, die Anmeldeseite, das Dashboard und die wichtigsten geschäftlichen Funktionen wie Formulare, Warenkorb, Checkout oder Buchungen.
Notieren Sie, was funktioniert und was nicht. Zum Beispiel können die Seiten gut aussehen, während das Kontaktformular nichts mehr versendet, oder der Shop funktioniert bis zum Zahlungsschritt.
Wenn Sie genau wissen, wo das Problem auftritt, führt das oft direkt zum beteiligten Plugin oder zur betroffenen Funktion.
Was können Sie gefahrlos ausprobieren?
Das richtige Vorgehen hängt davon ab, wie wichtig die Website ist und wie sicher Sie im Umgang mit WordPress sind.
Option 1: Wenden Sie sich an die Person, die das Update durchgeführt hat
Wenn eine Agentur, ein Entwickler, ein Kollege oder der Hosting-Anbieter das Update durchgeführt hat, wenden Sie sich zuerst an sie.
Fragen Sie, welche Komponenten in welcher Reihenfolge aktualisiert wurden, ob Warnungen angezeigt wurden und ob unmittelbar davor ein Backup erstellt wurde.
Option 2: Deaktivieren Sie das gerade aktualisierte Plugin
Versuchen Sie das nur, wenn Sie auf das Dashboard zugreifen können und ziemlich sicher sind, welches Plugin beteiligt ist.
Gehen Sie zu:
Plugins → Installed Plugins (Plugins → Installierte Plugins)
Deaktivieren Sie nur das verdächtige Plugin und prüfen Sie dann, ob das Problem verschwindet.
Beachten Sie, dass Plugins wichtige Funktionen wie Zahlungen, Abonnements, Formulare, Sicherheit oder Übersetzungen steuern können. Wenn die Website wieder gut aussieht, fehlt nun die Funktion, die dieses Plugin bereitstellt. Testen Sie sie, bevor Sie über die nächsten Schritte entscheiden.
Option 3: Setzen Sie das Plugin oder Theme auf die vorherige Version zurück
Hat ein bestimmtes Update das Problem verursacht, kann die Rückkehr zur vorherigen Version eine vernünftige vorübergehende Lösung sein.
Vor dem Zurückrollen:
- erstellen Sie ein vollständiges Backup der aktuellen Website, einschließlich der Datenbank
- prüfen Sie, welche Version vor dem Update installiert war
- prüfen Sie, falls verfügbar, das Changelog des Plugins, um zu sehen, ob das Update Sicherheitskorrekturen enthielt
Es gibt zwei wichtige Risiken:
- Manche Updates ändern auch die Datenbank. Die Rückkehr zu den alten Plugin-Dateien macht diese Änderungen nicht immer rückgängig, und die ältere Version funktioniert mit den aktualisierten Daten möglicherweise nicht korrekt.
- Wenn das Update eine Sicherheitslücke geschlossen hat, öffnet das Zurückrollen diese Lücke wieder.
Ein Rollback soll Zeit verschaffen und keine Dauerlösung werden. Ziel ist es, die Inkompatibilität zu verstehen und so bald wie möglich zu einer aktuellen, funktionierenden Version zurückzukehren.
Premium-Plugins und -Themes sind oft nicht im Verzeichnis von WordPress.org verfügbar. Ältere Versionen müssen gegebenenfalls aus dem Konto beim Anbieter heruntergeladen werden.
Option 4: Stellen Sie ein Backup wieder her
Eine Wiederherstellung kann die richtige Wahl sein, wenn die Website direkt nach einem bekannten Update ausgefallen ist und ein zuverlässiges Backup von kurz davor existiert.
Eine Wiederherstellung setzt jedoch die gesamte Website auf den Stand zum Zeitpunkt des Backups zurück. Alles, was danach entstanden ist, kann überschrieben werden, darunter:
- Bestellungen
- auf der Website erfasste Zahlungen
- Kundenkonten
- Verlängerungen von Abonnements
- Formulareinsendungen
- Änderungen an Inhalten
Das ist besonders wichtig bei WooCommerce-, Mitglieder- und Buchungswebsites. Schon wenige Stunden verlorener Bestellungen können ernste Probleme mit Kunden, Lagerbestand und Buchhaltung verursachen.
Stellen Sie auf solchen Websites kein Backup wieder her, ohne vorher zu prüfen, welche Daten verloren gingen. Manchmal ist es möglich, nur die Dateien wiederherzustellen oder aktuelle Bestellungen zu erhalten, während der Rest wiederhergestellt wird.
D4Hub hilft Ihnen bei der Entscheidung, ob eine Wiederherstellung angemessen ist und wie aktuellere Daten geschützt werden können.
Was sollten Sie vermeiden?
Wenn die Website nicht funktioniert, möchte man natürlich schnell alles ausprobieren. Das macht es oft schwerer, das ursprüngliche Problem zu finden.
Vermeiden Sie:
- die restlichen ausstehenden Updates in der Hoffnung auszuführen, dass sie das Problem lösen
- in einem Live-Shop alle Plugins auf einmal zu deaktivieren
- Plugins oder Themes ohne Backup zu löschen
- ein altes Backup wiederherzustellen, ohne sein Datum zu prüfen
- die PHP-Version hin und her zu wechseln
- WordPress ohne Backup über die bestehende Installation neu zu installieren
- die Datenbank zu bearbeiten
- Code aus Foren zu kopieren, ohne ihn zu verstehen
- mehrere Änderungen vorzunehmen, bevor Sie das Ergebnis testen
Ändern Sie immer nur eine Sache und notieren Sie, was Sie getan haben und was nach jedem Schritt passiert ist.
Wenn Sie unsicher sind, ist Anhalten oft sicherer als Weitermachen. D4Hub kann die Untersuchung an jedem Punkt übernehmen, auch nach einem erfolglosen Versuch.
Wie können Sie das beim nächsten Mal vermeiden?
Updates sind notwendig: Sie beheben Fehler und Sicherheitslücken, und wer sie lange auslässt, macht das nächste Update meist riskanter. Ziel ist es, sicher zu aktualisieren, nicht mit dem Aktualisieren aufzuhören.
Eine sicherere Routine umfasst in der Regel:
- eine Staging-Umgebung: eine private Kopie der Website, auf der Updates getestet werden, bevor sie die Live-Website erreichen. Viele Hosting-Anbieter bieten eine an.
- ein Backup direkt vor dem Update: Dateien und Datenbank, aus einem Backup, von dem Sie wissen, dass es sich tatsächlich wiederherstellen lässt.
- kleine Pakete: Wer jeweils ein oder wenige Plugins aktualisiert, findet die Ursache viel leichter.
- umsichtige automatische Updates: Sie sind nützlich für die Sicherheit, aber bei Plugins, die Zahlungen oder Abonnements abwickeln, aktualisieren viele Unternehmen lieber manuell nach einem Test. Sie können sie für jedes Plugin unter Plugins → Installed Plugins (Plugins → Installierte Plugins) aktivieren oder deaktivieren.
- einen kurzen Test danach: Prüfen Sie Formulare, Checkout und die anderen Funktionen, die für Ihr Unternehmen am wichtigsten sind.
Wann sollten Sie technische Unterstützung anfragen?
Technische Unterstützung ist empfehlenswert, wenn:
- die gesamte Website nicht erreichbar ist
- Checkout, Zahlungen oder Abonnements betroffen sind
- Sie nicht auf das Dashboard zugreifen können
- Sie nicht wissen, welches Update das Problem verursacht hat
- mehrere Komponenten gleichzeitig aktualisiert wurden
- Sie kein aktuelles, überprüftes Backup haben
- die Website Bestellungen oder Kundendaten verarbeitet, die nicht verloren gehen dürfen
- das Problem individuellen Code oder ein angepasstes Theme betrifft
- ein Rollback das Problem nicht gelöst oder neue verursacht hat
- der Hosting-Anbieter die PHP-Version geändert hat und die Website nicht mehr funktioniert
Sie müssen das Problem nicht selbst diagnostizieren, bevor Sie um Hilfe bitten.
Welche Informationen sollten Sie sammeln?
Bevor Sie eine Supportanfrage stellen, sammeln Sie, was leicht verfügbar ist:
- die URL der Website
- Screenshots des Problems
- den ungefähren Zeitpunkt, an dem das Problem begann
- welche Updates durchgeführt wurden, falls bekannt
- ob die Updates manuell oder automatisch waren
- welche Seiten oder Funktionen betroffen sind
- ob das Dashboard erreichbar ist
- E-Mails von WordPress oder vom Hosting-Anbieter
- den Namen des Hosting-Anbieters
- ob ein Backup von vor dem Update verfügbar ist
Senden Sie Passwörter oder Zugangsdaten nicht per gewöhnlicher E-Mail und veröffentlichen Sie in öffentlichen Foren keine Screenshots, die Zugangsdaten oder vollständige Fehlerlogs zeigen.
Wenn Sie nicht alles liefern können, ist das in Ordnung. D4Hub hilft Ihnen zu verstehen, was sonst noch benötigt wird.
Wie D4Hub helfen kann
Ziel ist nicht nur, die Website heute wieder zum Laufen zu bringen. Es geht auch darum zu verstehen, was kaputtgegangen ist, damit das nächste Update nicht dasselbe Problem verursacht.
Je nach Situation unterstützt D4Hub Sie bei:
- der Ermittlung, welches Update das Problem verursacht hat
- der Prüfung der Kompatibilität zwischen WordPress, Plugins, Theme und PHP
- dem sicheren Zurückrollen eines Plugins, Themes oder einer WordPress-Version
- der Einschätzung, ob ein Backup wiederhergestellt werden sollte und welche Daten verloren gehen könnten
- dem Erhalt aktueller Bestellungen und Kundendaten während einer Wiederherstellung
- der Reparatur von individuellem Code, der nach einem Update nicht mehr funktioniert
- der Abstimmung mit dem Hosting-Anbieter zu PHP- oder Serveränderungen
- Tests von Checkout, Formularen, Anmeldung und anderen wichtigen Funktionen
- der Einrichtung einer Staging-Umgebung zum Testen künftiger Updates
- der Prüfung Ihrer Einstellungen für automatische Updates und Ihrer Update-Routine
Sie können in jeder Phase des Prozesses Unterstützung anfragen.
D4Hub kann Ihnen zum Beispiel sagen, ob ein Rollback oder eine Wiederherstellung in Ihrem Fall sicher ist, übernehmen, wenn das Dashboard nicht erreichbar ist, oder die Website nach einer vorübergehenden Lösung prüfen.
Wenn Ihnen ein Schritt in diesem Leitfaden unklar oder riskant erscheint, müssen Sie ihn nicht allein gehen.
Support-Ticket eröffnenFür technisch versierte Nutzer: technische Prüfungen und Rollbacks
Die folgenden Prüfungen richten sich an Nutzer, die mit Hosting-Panels, SFTP, der Kommandozeile und WP-CLI vertraut sind.
Erstellen Sie vor jeder Änderung ein vollständiges Backup von Dateien und Datenbank. Stellen Sie sicher, dass Sie an der richtigen WordPress-Installation arbeiten, und ändern Sie immer nur eine Sache.
WordPress-, Plugin- und PHP-Versionen prüfen
Führen Sie diese Befehle mit WP-CLI im Stammverzeichnis von WordPress aus.
WordPress-Version prüfen:
wp core versionPlugins mit Status und aktueller Version auflisten:
wp plugin list --fields=name,status,version,update_versionDasselbe für Themes:
wp theme listWP-CLI zeigt keinen Verlauf, wann welches Plugin aktualisiert wurde. Vergleichen Sie die Versionen mit Ihren Backup-Berichten, den Update-E-Mails von WordPress oder dem Update-Verlauf in Ihrem Hosting-Panel.
PHP-Informationen für die Kommandozeile prüfen:
wp --infooder:
php -vBeachten Sie, dass sich die auf der Kommandozeile verwendete PHP-Version von der unterscheiden kann, die die Website nutzt. Das Hosting-Panel zeigt in der Regel die PHP-Version, die der Website selbst zugewiesen ist.
WP-CLI ausführen, wenn die Website einen fatalen Fehler hat
Wenn ein Plugin oder Theme einen fatalen Fehler verursacht, können auch WP-CLI-Befehle scheitern. Sie können das Laden von Plugins und Themes überspringen:
wp plugin list --skip-plugins --skip-themesEin Plugin deaktivieren
Mit WP-CLI:
wp plugin deactivate plugin-slugOhne WP-CLI öffnen Sie den Dateimanager des Hostings oder verbinden sich per SFTP und gehen zu:
wp-content/plugins/Benennen Sie den Ordner des verdächtigen Plugins um, zum Beispiel von plugin-slug in plugin-slug-disabled. WordPress lädt es dann nicht mehr. Löschen Sie den Ordner nicht.
Ein Plugin auf eine bestimmte Version zurücksetzen
Bei Plugins aus dem Verzeichnis von WordPress.org können Sie eine frühere Version neu installieren:
wp plugin install plugin-slug --version=1.2.3 --forceErsetzen Sie plugin-slug durch den Namen des Plugin-Ordners und 1.2.3 durch die Version, die vor dem Update installiert war. Frühere Versionen finden Sie unter „Advanced View“ („Erweiterte Ansicht“) auf der Plugin-Seite bei WordPress.org.
Bei Premium-Plugins, die nicht im Verzeichnis stehen, funktioniert das nicht. Denken Sie daran, dass das Zurücksetzen der Dateien keine Datenbankänderungen der neueren Version rückgängig macht.
Prüfen, ob ein Update unterbrochen wurde
Wenn die Website lange eine Meldung wie „Briefly unavailable for scheduled maintenance“ („Wegen planmäßiger Wartungsarbeiten kurzzeitig nicht verfügbar“) anzeigt, ist ein Update möglicherweise auf halbem Weg stehen geblieben.
Suchen Sie im Stammverzeichnis von WordPress nach einer Datei namens .maintenance. Wenn Sie sie entfernen, endet der Wartungsmodus, aber das unterbrochene Update hat womöglich unvollständige Dateien hinterlassen, die noch geprüft werden müssen.
So prüfen Sie, ob die WordPress-Core-Dateien mit der offiziellen Version übereinstimmen:
wp core verify-checksumsEin vorübergehendes Debug-Log aktivieren
Um den tatsächlichen Fehler zu sehen, können Sie in wp-config.php das Logging aktivieren, vor der Zeile, die besagt, dass nicht weiter bearbeitet werden soll:
define( 'WP_DEBUG', true );
define( 'WP_DEBUG_LOG', true );
define( 'WP_DEBUG_DISPLAY', false );Lösen Sie das Problem einmal aus und lesen Sie dann:
wp-content/debug.logSchalten Sie das Debugging danach wieder aus. Logs können Dateipfade und andere sensible Informationen enthalten: Veröffentlichen Sie sie nicht.
D4Hub hilft Ihnen, die Ergebnisse zu lesen, den sichersten Rollback zu wählen und die Website anschließend zu testen.
Häufig gestellte Fragen
Habe ich meine Inhalte oder Bestellungen verloren?
In der Regel nicht. Ein Update, das die Website lahmlegt, betrifft normalerweise den Code, nicht die in der Datenbank gespeicherten Inhalte.
Das größere Risiko liegt im nächsten Schritt: Ein altes Backup ohne Prüfung wiederherzustellen, kann aktuelle Bestellungen oder Inhalte überschreiben. Prüfen Sie vor der Wiederherstellung.
Sollte ich einfach das Backup von vor dem Update wiederherstellen?
Bei einer einfachen Unternehmenswebsite ohne aktuelle Änderungen kann das eine schnelle Lösung sein.
Bei einem Shop, einer Mitglieder- oder Buchungswebsite kann eine Wiederherstellung Bestellungen, Zahlungen und Registrierungen entfernen, die seit dem Backup entstanden sind. Prüfen Sie zuerst das Datum des Backups und was verloren ginge.
Kann ich aufhören, WordPress zu aktualisieren, um das zu vermeiden?
Nicht ohne Risiko. Updates enthalten oft Sicherheitskorrekturen, und veraltete Plugins sind ein häufiger Weg, über den Websites kompromittiert werden. Besser ist es, die Art des Aktualisierens zu ändern: Staging, Backups und kleinere Pakete.
Sollte ich automatische Updates abschalten?
Nicht unbedingt. Automatische Updates können für die Sicherheit sehr nützlich sein. Viele Unternehmen lassen sie für kleinere WordPress-Versionen und Plugins mit geringem Risiko aktiviert und aktualisieren kritische Plugins nach einem Test manuell.
Mein Hosting-Anbieter hat PHP aktualisiert. Sollte ich ihn bitten, es zurückzustellen?
Das kann kurzfristig eine Lösung sein, wenn die alte Version noch verfügbar ist. Alte PHP-Versionen erhalten jedoch keine Sicherheitsupdates mehr. Die langfristige Lösung ist, die Website mit der neueren Version kompatibel zu machen.
Kann D4Hub helfen, wenn ich schon versucht habe, es selbst zu beheben?
Ja. Erklären Sie, was Sie versucht haben und was nach jedem Schritt passiert ist. Das hilft, den Vorfall nachzuvollziehen und den nächsten sicheren Schritt festzulegen.